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Sicherheitsbeauftragte (SiBe)
Gesetzlich gefordert wird der Sicherheitsbeauftragte im Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung (SGB VII) § 22 "Sicherheitsbeauftragte".
Darin wird festgeschrieben, das Unternehmen, in denen regelmäßig mehr als 20 Beschäftigte tätig sind, Sicherheitsbeauftragte zu bestellen haben. Die Anzahl der Sicherheitsbeauftragten ist nicht festgelegt, soll sich jedoch an den tatsächlichen Begebenheiten im Unternehmen orientieren. Die Anzahl der einzusetzenden Sicherheitsbeauftragten kann sich auch durch die Gefährdungsbeurteilung im Unternehmen ergeben.
Befähigung von Sicherheitsbeauftragten
Um Ihre Aufgaben sachgerecht und vollständig erfüllen zu können, benötigen Sicherheitsbeauftragte eine Weiterbildung mit Zertifikat. Unternehmen müssen in der Dokumentation zum Thema Arbeitsschutz die Bestellung und die Sachkenntnis der bestellten Sicherheitsbeauftragten nachweisen.
Freiwillige Übernahme der Funktion Sicherheitsbeauftragter
Die Übernahme der Aufgabe als Sicherheitsbeauftragter erfolgt ehrenamtlich. Die Treuepflicht eines Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber greift in diesem Fall nicht. Das bedeutet, Beschäftigte können nicht vom Arbeitgeber frei benannt und verpflichtet werden, die Rolle des Sicherheitsbeauftragten zu übernehmen.
Fach- und Führungskräfte als Sicherheitsbeauftragte
Die Funktion einer Fach-und Führungskraft und die gleichzeitige Übernahme der Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragten lässt sich sehr schwer miteinander vereinbaren. Eine Fach-und Führungskraft kann Weisungen geben und ist für die Durchsetzung der im Unternehmen geltenden Regeln und Vorgaben zuständig. Aus unterschiedlichen Gründen werden manche Informationen nicht direkt an die Fach- und Führungskräfte weitergetragen. Gerade diese Information sind jedoch für den Bereich Arbeitsschutz von Interesse. Die Rolle des Sicherheitsbeauftragten ermöglicht es anonym und vertrauensvoll Informationen zu sammeln und/oder weiterzugeben. Es kann sehr schnell zu einer Rollenkollision kommen. Somit schließt die Funktion des Sicherheitsbeauftragten die Benennung von Fach- und Führungskräften als Sicherheitsbeauftragte aus.
Die Rolle eines Sicherheitsbeauftragten
Mit der Rolle des Sicherheitsbeauftragten gehen keine Kontroll- und Überwachungsaufgaben einher. Die Kontrolle und Überwachung von Themen des Bereiches Arbeitsschutz obliegen dem Unternehmer/Arbeitgeber und/oder seinen benannten Vertretern. Gleichzeitig sollen Sicherheitsbeauftragte keine Weisungsbefugnis gegenüber Ihren Kollegen haben. Dies bedeutet letztlich, dass Sicherheitsbeauftragte nur genauso wie alle weiteren Beschäftigten des Unternehmens zivilrechtlich und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Für die Umsetzung von Maßnahmen und die Einhaltung der geltenden Gesetze des Arbeitsschutzes, sind Unternehmer/Arbeitgeber und seine benannten Vertreter verantwortlich.
Bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, berufsbedingten Krankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, ist die Rolle Sicherheitsbeauftragten für den Unternehmer/Arbeitgeber und seine Vertreter eine unterstützende. D. h. Sie sollen als vertrauensvoller Ansprechpartner für Kollegen in Fragen des Arbeitsschutzes agieren. Sie können Kollegen vertraulich auf Verstöße gegen geltende Regelungen im Unternehmen aufmerksam machen. Sicherheitsbeauftragte können, wenn sie richtig eingewiesen wurden, in einem Unternehmen wie ein Radar eines Frühwarnsystems funktionieren. Ihre Stellung als Vertrauensperson für die Kollegen im Bereich Arbeitsschutz kann dafür sorgen, dass an sie Information über Befindlichkeiten der Beschäftigten oder Probleme auf dem Bereich Arbeitsschutz und/oder Gesundheit herangetragen werden, die ansonsten in der täglichen Arbeit der Fach- und Führungskräfte nicht gleich wahrgenommen werden. Über Gespräche mit den jeweiligen zuständigen Fach-und Führungskräften, der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt und/oder innerhalb der ASA-Sitzung können diese Informationen dann zur Steuerung des Arbeit-und Gesundheitsschutzes im Unternehmen anonym an die Unternehmensleitung herangetragen erden.
Einsatzorte von Sicherheitsbeauftragten
Eingesetzt werden Sicherheitsbeauftragte in fachlicher und in räumlicher Nähe zum Arbeitsbereich der Beschäftigten. Auf jeden Fall soll ein persönlicher und zeitlicher Bezug zwischen Sicherheitsbeauftragten und den Beschäftigten im Zuständigkeitsbereich bestehen.
Natürlich muss der Einsatz von Sicherheitsbeauftragten im Unternehmen mit Kommunikationsmaßnahmen unterstützt werden. Werden an die Kollegen die Namen der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes genannt, sollte in der Unterweisung und auf den entsprechenden Aushängen auf die jeweiligen Sicherheitsbeauftragten hingewiesen werden. Es empfiehlt, sich den Kollegen auch die Funktion der Sicherheitsbeauftragten zu erklären.
Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragten
Zu den Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten gehört:
  • die Teilnahme an ASA-Sitzungen (entsprechend der betrieblichen Regelungen)
  • die Teilnahme an betrieblichen Begehungen in Ihrem Zuständigkeitsbereich
  • die Zusammenarbeit mit Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten
  • die Beratung und Unterstützung von Kollegen bei Fragen zum Arbeitsschutz
  • die Teilnahme an Untersuchungen zu Unfall-und Berufskrankheiten
  • auf den Zustand und die Benutzung von Schutzeinrichtungen und persönlichen Schutzausrüstung zu achten
  • die Unterstützung von Arbeitgebern, Fach-und Führungskräften bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Arbeitsschutz
  • Auffälligkeiten und sicherheitstechnische Mängel an Vorgesetzte zu melden
Rechte von Sicherheitsbeauftragten
Die Übernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragte erfolgt nicht zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten Leistungen, die ein Beschäftigter dem Unternehmen gegenüber über den Arbeitsvertrag zu bringen hat. Der Unternehmer hat dem Sicherheitsbeauftragten zu gewährleisten, dass er seine Aufgaben während der Arbeitszeit erfüllen kann.
Die Teilnahme an Betriebsbesichtigung und Unfalluntersuchung im jeweiligen Bereich des Sicherheitsbeauftragten ist vom Unternehmer zu gewährleisten und ihm sind auch die Ergebnisse der Betriebsbesichtigung und der Unfalluntersuchung in dem jeweiligen Bereich zur Verfügung zu stellen. Die kommunikative Zusammenarbeit mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsarzt muss dem Sicherheitsbeauftragten ermöglicht werden. Und als Letztes muss der Unternehmer den Sicherheitsbeauftragten die kontinuierliche Fort-und Weiterbildung, sofern dies für seine Tätigkeit notwendig ist, gewährleisten. Sicherheitsbeauftragten sollen bei der Erfüllung ihrer Tätigkeit keine Nachteile entstehen.
Achtung:
Sicherheitsbeauftragte können nicht die Funktion einer Fachkraft für Arbeitssicherheit übernehmen. Im Allgemeinen fehlt den Sicherheitsbeauftragten die entsprechende fachliche Qualifikation.
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