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Der Brandschutzbeauftragte
Laut dem Arbeitsschutzgesetz § 10 (ArbSchG) wird vom Arbeitgeber gefordert, dass er Maßnahmen zur Brandbekämpfung und zur Evakuierung von Beschäftigten umsetzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit der Einsatz eines Brandschutzbeauftragten vorgeschrieben wird. Die DGUV Informationen 205-003 stellt vertiefend die Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten in einem Unternehmen dar.
In der technischen Regel für Arbeitsstätten Maßnahmen gegen Brände ASR 2.2 "Maßnahmen gegen Brände" wird darauf hingewiesen, dass bei einer erhöhten Brandgefährdung die Benennung eines Brandschutzbeauftragten zweckmäßig sein kann. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass eventuell andere Rechtsvorschriften einen Brandschutzbeauftragten fordern können.
Verpflichtend können Brandschutzbeauftragte über die Bauordnung der jeweiligen Länder für Gebäude, besondere Art oder Nutzung aufgrund eines Brandschutzkonzeptes oder einer Baugenehmigung mit brandschutztechnischen Anlagen gefordert werden.
Als Sonderbauten für die Brandschutzbeauftragte gefordert werden, zählen z. B.:
  • Industriebauten
  • Versammlungsstätten
  • Hochhäuser
  • Verkaufsstätten
Brandschutzbeauftragte werden in speziellen Situationen von Kunden, Lieferanten und von Versicherung zum Beispiel der Feuerversicherung im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen gefordert.
Die Rolle des Brandschutzbeauftragten im Unternehmen
Brandschutzbeauftragte sind für die Unternehmensleitung genauso beratend tätig, wie zum Beispiel Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Werden Brandschutzbeauftragte bestellt, sollen sie nicht nur im laufenden Betrieb zurate gezogen werden, sondern sie sollen zu allen Fragen des Brandschutzes rechtzeitig in Planungsprozesse mit einbezogen werden. Ihre Beratungstätigkeit umfasst jedoch ausschließlich den Bereich des Brandschutzes im Unternehmen.
Brandschutzbeauftragte sind weder weisungsgebunden, noch sind sie weisungsbefugt. Die Verantwortung für den Bereich Brandschutz verbleibt bei dem Unternehmer und/oder seinen benannten Vertretern.
Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten
  • Erstellen/Fortschreiben der Brandschutzordnung
  • Mitwirken bei Beurteilungen der Brandgefährdung an Arbeitsplätzen
  • Beraten bei feuergefährlichen Arbeitsverfahren und bei dem Einsatz brennbarer Arbeitsstoffe
  • Mitwirken bei der Ermittlung von Brand- und Explosionsgefahren
  • Mitwirken bei der Ausarbeitung von Betriebsanweisungen, soweit sie den Brandschutz betreffen
  • Mitwirken bei baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, soweit sie den Brandschutz betreffen
  • Mitwirken bei der Umsetzung behördlicher Anordnungen und bei Anforderungen des Feuerversicherers, soweit sie den Brandschutz betreffen
  • Mitwirken bei der Einhaltung von Brandschutzbestimmungen bei Neu-, Um- und Erweiterungsbauten, Nutzungsänderungen, Anmietungen und Beschaffungen
  • Beraten bei der Ausstattung der Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen und Auswahl der Löschmittel
  • Mitwirken bei der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes
  • Kontrollieren, dass Flucht- und Rettungspläne, Feuerwehrpläne, Alarmpläne usw. aktuell sind, ggf. Aktualisierung veranlassen und dabei mitwirken
  • Planen, Organisieren und Durchführen von Räumungsübungen
  • Teilnehmen an behördlichen Brandschauen und Durchführen von internen Brandschutzbegehungen
  • Melden von Mängeln und Maßnahmen zu deren Beseitigung vorschlagen und die Mängelbeseitigung überwachen
  • Unterstützen der Führungskräfte bei den regelmäßigen Unterweisungen der Beschäftigten im Brandschutz
  • Aus- und Fortbilden von Beschäftigten mit besonderen Aufgaben in einem Brandfall, z. B. in der Handhabung von Feuerlöscheinrichtungen (Brandschutzhelfer gemäß ASR A2.2 "Maßnahmen gegen Brände"
  • Prüfen der Lagerung und/oder der Einrichtungen zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten, Gasen usw.
  • Kontrollieren der Sicherheitskennzeichnungen für Brandschutzeinrichtungen und für die Flucht- und Rettungswege
  • überwachen der Benutzbarkeit von Flucht- und Rettungswegen
  • Organisation der Prüfung und Wartung von brandschutztechnischen Einrichtungen
  • Kontrollieren, dass festgelegte Brandschutzmaßnahmen insbesondere bei feuergefährlichen Arbeiten eingehalten werden
  • Mitwirken bei der Festlegung von Ersatzmaßnahmen bei Ausfall und Außerbetriebssetzung von brandschutztechnischen Einrichtungen
  • Unterstützen des Unternehmers bei Gesprächen mit den Brandschutzbehörden und Feuerwehren, den Feuerversicherern, den Unfallversicherungsträgern, den staatlichen Arbeitsschutzbehörden usw.
  • Stellungnahme zu Investitionsentscheidungen, die Belange des Brandschutzes betreffen
  • Mitwirken bei der Implementierung von präventiven und reaktiven (Schutz)Maßnahmen im Notfallmanagement z. B. für kritische Infrastrukturen (Stromausfall), für lokale Wetterereignisse mit Schadenspotenzial (extreme Hitze-/Kältewelle, Starkregen, Sturm, Hagel, Schneelast, etc.)
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