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Die Gefährdungsbeurteilung
Die Gefährdungsbeurteilung ist in jedem Unternehmen die Basis für ein Sicherheits- und Gesundheitsmanagement. Im Arbeitsschutzgesetz wird die Gefährdungsbeurteilung im § 5 "Beurteilung der Arbeitsbedingungen" gefordert. Angelehnt an das Arbeitsschutzgesetz, wird dann die Gefährdungsbeurteilung in den unterschiedlichsten Vorschriften und Regeln, zum Beispiel in der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention aufgeführt. Wichtig ist, dass die Gefährdungsbeurteilung grundsätzlich vor Aufnahme einer Tätigkeit durchzuführen ist. Und dass die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren sind. Auch dies wird in den unterschiedlichen Gesetzen und Vorschriften gefordert. In der Gefährdungsbeurteilung müssen neben den Beschäftigten auch Personen berücksichtigt werden die diesen gleichgestellt sind. Das sind zum Beispiel Schülerinnen und Schüler, Studierende, Praktikanten oder sonstige Personen. Darüber hinaus wird gefordert das auch Gefährdungen durch in der Arbeitsstätte sonstige anwesende Person zu berücksichtigen sind. Damit sind zum Beispiel Besucher und Kunden oder aber Beschäftigte im Rahmen von Werkverträgen gemeint. Eine weitere Besonderheit ist es, dass bei einer Zusammenarbeit mit Fremdfirmen, alle beteiligten Firmen und Arbeitgeber aufgefordert sind, bei der Durchführung der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung zusammen zu wirken.
Gründe für eine Gefährdungsbeurteilung
Es gibt eine Vielzahl von vorgeschriebenen Gründen eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen:
  • als Erstbeurteilung an allen bestehenden Arbeitsplätzen;
  • als präventive Gefährdungsbeurteilung sowie konkretisierende, anlassbezogene Gefährdungsbeurteilung nach MuSchG (siehe auch Abschnitt 1.8);
  • bei betrieblichen Veränderungen, die die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten beeinflussen können, z. B. Beschaffung neuer Arbeitsmittel, Einsatz neuer Arbeitsstoffe, Planung neuer Arbeitsplätze oder Arbeitsstätten, Änderung der Arbeitsverfahren oder Änderungen der Arbeitsorganisation;
  • nach Auftreten von Arbeitsunfällen, Beinaheunfällen, Berufskrankheiten oder Fehlzeiten infolge arbeitsbedingter Gesundheitsbeeinträchtigungen;
  • bei Anhaltspunkten für unzureichende Schutzmaßnahmen, die sich aus der Auswertung von arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen ergeben;
  • bei Störfällen und Havarien;
  • bei Auftreten von Pandemien;
  • nach Instandsetzungsarbeiten, die Einfluss auf die Sicherheit haben;
  • zur Ableitung von Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen von Arbeitsmitteln und der Festlegung der Anforderungen an das Prüfpersonal;
  • bei Änderungen von Verordnungen, Technischen Regeln und relevanten DGUV Vorschriften und Regeln;
  • wenn die Prüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen ergeben hat, dass die festgelegten Schutzmaßnahmen nicht ausreichend wirksam sind.
Methodisches Vorgehen bei einer Gefährdungsbeurteilung
Eine Gefährdungsbeurteilung wird nach einer standardisierten Vorgehensweise durchgeführt. Die Form, wie eine Gefährdungsbeurteilung letztendlich auszusehen hat, wird vom Gesetzgeber jedoch nicht vorgegeben.
  1. Zunächst einmal werden unterschiedliche Informationen gesammelt. Je nach dem zu betrachtenden Gegenstand, unterscheiden sich natürlich die Informationen. Bei der Betrachtung von Gefährdungen eines Arbeitsprozesses, werden zum Beispiel Informationen über Arbeitsabläufe und den enthaltenen Schnittstellen zusammengetragen, während bei der Betrachtung einer Maschine die Betriebsanleitung eine Rolle spielen.
  2. Nach dem sammeln der Information für die Gefährdungsbeurteilung wird geschaut, welche Gefährdungen sich im Zusammenspiel zwischen Bedingungen und Menschen ergeben können. Dazu werden unterschiedliche Gefährdungsfaktoren herangezogen.
  3. Im Rahmen der Risikovorsorge wird jetzt jede gefundene Gefährdung betrachtet und die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Gefahr wird bewertet. In der Praxis werden gefundene Gefährdungen die bei einem Vorfall den Leib und das Leben sofort gefährden, natürlich mit Priorität beseitigt. In den Gesetzen und Vorschriften wird aber nicht davon gesprochen, dass Gefährdungen mit einer niedrigeren Eintrittswahrscheinlichkeit dann nicht bearbeitet werden müssen.
  4. Ist eine Gefährdung identifiziert und eingeordnet worden, werden dann Maßnahmen gesammelt, die die Gefährdungen beseitigen oder im schlechteren Fall nur reduzieren.
  5. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung wird dann eine Entscheidung getroffen, für eine oder mehrere Maßnahmen zur Beseitigung der gefundenen Gefährdungen.
  6. die Umsetzung der Maßnahmen zu denen man sich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung entschieden hat, ist dann der nächste Schritt.
  7. Letztendlich muss dann kontrolliert werden, ob die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Maßnahmen ihre Wirkung erzielen. Wenn nicht, müssen die Maßnahmen entweder angepasst oder aber neue Maßnahmen entwickelt werden.
Verantwortung und beteiligte Personen und Gruppen bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung
Die Verantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung trägt der Arbeitgeber. Durchgeführt werden dürfen Gefährdungsbeurteilung nur von fachkundigen Personen. Ist der Arbeitgeber selber nicht fachkundig, so kann er zum Beispiel die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder den Betriebsarzt als fachkundige Person hinzuziehen. Ist im Unternehmen ein Arbeitsschutzausschuss (ASA) etabliert soll dieser bei der Planung und Durchführung beteiligt werden. Darüber hinaus sind die betroffenen Beschäftigten und deren Vertretung einzubinden. Als letztes sollen für spezielle Untersuchungen entsprechende Fachleute herangezogen werden.
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