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rafa Arbeitssicherheit
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Grundbetreuung, betriebspezifische Betreuung und Einsatzzeiten
Die von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten zu erbringenden Leistungen für ein Unternehmen werden in die sogenannte Grundbetreuung und in die betriebsspezifische Betreuung aufgeteilt. Die DGUV Vorschrift 2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" gibt sehr genau vor, wie der Einsatz von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten auszusehen hat
Die Grundbetreuung
Die Grundbetreuung soll sicherstellen, dass jedes Unternehmen bei den Grundanforderung die sich aus den Anforderungen des Arbeitsschutzes ergeben, ausreichend fachlich begleitet wird. Daher werden in der DGUV Vorschrift 2 Mindesteinsatzzeiten vorgegeben.
Zunächst erst einmal werden die Unternehmen in Wirtschaftszweige nach dem europäischen NACE-Code (In Deutschland WZ-Kode) eingeordnet. Je nach Gefährdung und WZ-Kode gibt es drei Betreuungsgruppen nach den sich die vorgeschriebene Einsatzzeit pro Beschäftigten und Jahr ermitteln lässt.
Ein Beispiel zur Ermittlung der Einsatzzeit im Rahmen der Grundbetreuung:
Ein Unternehmen hat 100 Mitarbeiter und wird nach dem gültigen WZ-Kode in die Betreuungsgruppe 2 (mittlere Gefährdung) eingestuft. Die Mindesteinsatzzeit pro Beschäftigten im Jahr beträgt 1,5h.
Somit ergibt sich zur Gesamteinsatzzeit in der Kundenbetreuung folgender Rechenweg:
100 × 1,5h = 150 h Einsatzzeit Grundbetreuung im Jahr
Das Unternehmen ist somit verpflichtet 150h im Jahr mit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit und einem Betriebsarzt abzudecken. Dies kann selbstverständlich über einen externen Dienstleister für Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz und einen betriebsärztlichen Dienst erfolgen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist diese Variante zu empfehlen.
Die Grundbetreuung wird dann auf die beiden Fachdisziplinen Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa / Sicherheitsingenieur) und Betriebsarzt aufgeteilt. Dabei muss sichergestellt werden, dass jeder Fachdisziplin pro Beschäftigten mindestens 0,2 Stunden pro Jahr erhält und mindestens 20 % der Einsatzzeit im Jahr zugewiesen wird.
Die DGUV Vorschrift 2 gibt folgende Aufgabenfelder in der Grundbetreuung vor:
  1. Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung (Beurteilung der Arbeitsbedingungen)
  2. Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung - Verhältnisprävention
  3. Unterstützung bei der Schaffung einer geeigneten Organisation und Integration in die Führungstätigkeit
  4. Untersuchung nach Ereignissen
  5. Allgemeine Beratung von Arbeitgebern und Führungskräften, betrieblichen Interessenvertretungen, Beschäftigten
  6. Erstellung von Dokumentationen, Erfüllung von Meldepflichten
  7. Mitwirken in betrieblichen Besprechungen
  8. Selbstorganisation
Die betriebsspezifische Betreuung
Da die Grundbetreuung sehr allgemein gehalten ist und nicht alle betriebsspezifischen Aufgaben und Themen abdeckt, soll die betriebsspezifische Betreuung von Unternehmen dafür sorgen, dass auch die betrieblichen Besonderheiten angemessen berücksichtigt werden. Die Einsatzzeiten für die betriebsspezifische Betreuung müssen im Einzelnen ermittelt, festgelegt und gesondert vergütet werden.
Die DGUV Vorschrift 2 gibt zunächst erst einmal 15 Aufgabenfelder für die betriebsspezifische Betreuung vor:
  1. Besondere Tätigkeiten
  2. Arbeitsplätze und Arbeitsstätten, die besondere Risiken aufweisen
  3. Arbeitsaufgaben und Arbeitsorganisation mit besonderen Risiken
  4. Erfordernis arbeitsmedizinischer Vorsorge
  5. Erfordernis besonderer betriebsspezifischer Anforderungen beim Personaleinsatz
  6. Sicherheit und Gesundheit unter den Bedingungen des demografischen Wandels
  7. Arbeitsgestaltung zur Vermeidung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren, Erhalt der individuellen gesundheitlichen Ressourcen im Zusammenhang mit der Arbeit
  8. Unterstützung bei der Weiterentwicklung eines Gesundheitsmanagements
  9. Beschaffung von grundlegend neuartigen Maschinen, Geräten
  10. Grundlegende Veränderungen zur Errichtung neuer Arbeitsplätze bzw. der Arbeitsplatzausstattung; Planung, Neuerrichtung von Betriebsanlagen; Umbau, Neubaumaßnahmen
  11. Einführung völlig neuer Stoffe, Materialien
  12. Grundlegende Veränderung betrieblicher Abläufe und Prozesse; grundlegende Veränderung der Arbeitszeitgestaltung; grundlegende Änderung, Einführung neuer Arbeitsverfahren
  13. Spezifische Erfordernisse zur Schaffung einer geeigneten Organisation zur Durchführung der Maßnahmen des Arbeitsschutzes sowie der Integration in die Führungstätigkeit und zum Aufbau eines Systems der Gefährdungsbeurteilung
  14. Neue Vorschriften, die für den Betrieb umfangreiche Änderungen nach sich ziehen
  15. Weiterentwicklung des für den Betrieb relevanten Stands der Technik und Arbeitsmedizin
rafa Arbeitssicherheit
ARBEITSSCHUTZ, ARBEITSSICHERHEIT, BRANDSCHUTZ, ARBEITSMEDIZIN, BGM, BRANDSCHUTZHELFER, SICHERHEITSBEAUFTRAGTE